Pyramide1
Pyr04
SchaukGoyon
HebevorrGoyon
HebevorrStraub
Hebewerk
LAufz
Rampe
Rampe1
Rampe Lauers
2aa

Wäre der Bau der Pyramiden mit den Methoden wirklich möglich gewesen?

Wohl kaum ein Monument in Ägypten ist so umstritten wie die Pyramiden.Um sie ranken sich zahlreiche Geheimnisse und Mysterien. Schon über die Bautechniken wird seid Jahrhunderten gerätselt, auch gibt es zahlreiche Spekulationen über den Sinn oder Unsinn der Pyramiden, die von Gräbern für Pharaonen, über aus Stein gebaute astronomische Messgeräte, bis hin zu Bauten von Außerirdischen reichen. Antworten auf diese Fragen versuchen Archäologen, Geschichtsforscher und Mystiker seit Jahrhunderten zu finden. Die dabei hervorgebrachten Theorien sind allerdings meist bemerkenswert nur im Hinblick auf den erstaunlichen Mangel an Intelligenz und das Ausmaß an Ignoranz, das viele „Wissenschaftler“ an den Tag legen. So tragen viele Erklärungen dafür, wie die Pyramiden errichtet worden sein sollen, eher zur Belustigung bei, als dass sie eine ernstzunehmende Erklärung böten.

Den Bau der Pyramiden erklärt man sich Heute mit verschiedenen Lösungsversuchen.

Von allen Rätseln bei der Konstruktion der Großen Pyramide stellt das Hochhieven der Steine auf die Spitze des Bauwerks das größte Problem dar und ist daher am häufigsten Gegenstand der Diskussion in der Ägyptologie. Die einfachsten "Maschinen", die nach Herodots Bericht über das Hochheben der Steine "erdacht" wurden, funktionieren mit Hilfe von Hebeln, Rollen oder Schlitten und von "Schaukelaufzügen", die alle aus Holz hergestellt wurden.

Ein anderer Vorschlag war der sog. Schaukelaufzug . Dieser wurde zuerst von Petrie gemacht, der seine Theorie auf gewissen ähnlichen Modellen aufbaute, die Champollion in einem Grab aus dem Neuen Reich gefunden hatte. Während des Vorgangs wird der Stein in seiner "Wiege" von einer Seite zur anderen "geschaukelt" und voran bewegt, indem jedes Mal Keile unter die hochgehobene Seite geschoben wurden.
Der Gebrauch des Schaukelaufzuges wird von den meisten Ägyptologen aus verschiedenen Gründen abgelehnt. Zunächst führt seine Verwendung zu einem übermäßigen Verbrauch an Holz bei der Herstellung der Schaukeln. Zum zweiten ist die Methode schrecklich langsam und ineffektiv. Goyon nimmt an, dass es fünf Tage Arbeit gekostet hätte, einen einzigen Stein auf die Spitze der Pyramide zu hieven. Darüber hinaus würde die Vorrichtung bei größeren Steinen, wie z.b. den Granitsteinen für die Königskammer mit einem Gewicht von 50 t, nicht funktionieren.

Eine "Maschine", die von Croon vorgeschlagen wurde. Ihre Funktionsweise beruht auf dem schaduf, der Bewässerungsanlage, die von den Ägyptern seit der ältesten Vorzeit angewendet wurde. Diese Vorrichtung wurde von den meisten Fachleuten als höchst ineffektiv und unerträglich langsam abgelehnt. Darüber hinaus hätte ihre Anwendung auch ein übermäßig hohes Unfallrisiko beinhaltet.

Die Abb. zeigt den Vorgang, wie er von Straub- Roessler (1952) vorgestellt wurde. Dieser Vorschlag wurde von Lauer jedoch widerlegt. Bei dieser Vorgehensweise wird eine Art Bockkran, der mit Hilfe einer Winde betrieben wurde, benutzt, eine Vorrichtung, für deren Gebrauch der Befürworter dieser Theorie jedoch keinen Beweis vorlegen kann. Zweitens musste die Winde vom Boden aus betrieben werden, da es nicht genügend Raum für sie auf den schmalen Stufen der Pyramide gab. Dies hätte wiederum den Gebrauch langer Taue und große Schwierigkeiten bei der Befestigung der Apparatur und der Steine zur Folge.

Zwei Bauarbeiter begleiten das Hebezeug und den Stein mit nach oben. Sie sorgen dafür, dass das Holzhebezeug von ihnen von Stufe zu Stufe versetzt wird und dass der Stein nicht gegen die Pyramidenstufen schlägt, sowie sauber auf der Stufe abgesetzt wird.

Die Bilder 1 und 2 zeigen in einer Seitenansicht und einer Draufsicht, wie das Pyramidion, aus härtestem Diorit- Gestein, mittels eines Schlittens auf die Pyramiden spitze gezogen wurde. Auf der Pyramidenspitze wurde dazu ein dreiteiliges "Herodot- Hebezeug" installiert. Die Zugmannschaft (120 Mann) befand sich auf der Rückseite der Pyramide und war über Hüftgurte an den Seilen gesichert. Je Zug der Mannschaft wird der Schlitten mit dem Pyramidion drei Meter nach oben befördert. Dabei kippt das Hebezeug um 90°, so dass am Ende des Zuges ein Sperrbalken auf hervorstehenden Steinquadern, genannt Bossen, hinter den Schlitten zur Absicherung für den nächsten Zug gelegt werden kann.

Auch die gern gegebene Erklärung von einer spiralartig umlaufenden Rampe kann nicht stimmen, da eine solche alle vier Seiten der Pyramide umschlossen hätte.

Eine direkte Rampe zu einer Pyramiden Seite wäre ein Ding der Unmöglichkeit gewesen; bei der Cheops- Pyramide hätte diese 1460 m lang sein müssen und letztendlich die siebeneinhalbfache Masse der Pyramide gehabt.
 

Für permanente Kontrollmessungen - selbst beim heutigen technischen Stand noch unverzichtbar - war es notwendig, dass wenigstens drei Seiten der Pyramide frei blieben.
Denn der Böschungswinkel von 52° musste präzise eingehalten und durch ständiges Nachmessen kontrolliert werden, ansonsten hätten sich die Pyramiden Schenkel nicht oben an der Spitze getroffen.